Therapieformen

Fast alle naturheilkundlichen Therapieformen versuchen den Patienten ganzheitlich anzusprechen und seine Selbstheilungskräfte anzuregen. Das ist das oberste Ziel meiner Behandlung.

Naturheilkundliche Behandlung ist immer individuell. Was für das eine Tier passt, ist bei dem anderen nicht wirksam; selbst wenn es sich vermeintlich um „dieselbe“ Erkrankung handelt.

Um die für das Tier passende Therapieform bzw. das richtige homöopathische Arzneimittel zu finden, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Tierhalter, Tier und Therapeut und viel Engagement vom Tierhalter erforderlich. Sie müssen gut beobachten, Reaktionen Ihres Tieres dokumentieren und möglicherweise eigene Gewohnheiten ändern.

Anders als in der herkömmlichen Medizin gibt es nicht einfach ein Medikament und dann verschwinden die Symptome. Bei akuten Erkrankungen kann das zwar sehr wohl der Fall sein; die Behandlung chronischer Erkrankungen benötigt aber ihre Zeit.

Der Organismus muss erst einmal wieder lernen, dass er Selbstheilungskräfte hat. Das gilt besonders, wenn über einen langen Zeitraum schulmedizinische Medikamente gegeben wurden, die dem Körper diese Aufgabe abgenommen haben.

Wenn jede Temperaturerhöhung, jede nicht lebensbedrohliche Unpässlichkeit mit Entzündungshemmern und Antibiotika behandelt wurde, dann nimmt das körpereigene Immunsystem seine Aufgabe irgendwann nicht mehr ernst.

Das kann dazu führen, das gerade am Anfang einer Behandlung zweigleisig gefahren werden muss: schulmedizinisch und naturheilkundlich. Nähme man dem geschwächten Organismus die „Krücke“ sofort weg, wäre die Lebenskraft mit ihrer Aufgabe eventuell überfordert.

Umgekehrt kann es aber auch sein, dass erst durch den Verzicht auf schulmedizinische Medikamente der Organismus wieder reaktionsfähig wird.

Es gibt aber auch Erkrankungen, bei denen eine schulmedizinische Medikation lebensnotwendig ist. Eine gleichzeitige naturheilkundliche Behandlung kann in solchen Fällen dafür sorgen, dass die Nebenwirkungen gemildert und die Lebensqualität des Tieres verbessert werden können.

Das kommt ganz auf die Erkrankung und vor allem auf den jeweiligen Zustand des Tieres an.

Klassische Homöopathie

Das von Samuel Hahnemann entwickelte Wirkprinzip "Ähnliches mit Ähnlichem heilen" wird gerne als "sanfte Therapieform" bezeichnet.

Sanft ist vor allem die Verabreichung in Form von Milchzuckerkügelchen, die von den meisten Tieren sehr gut akzeptiert wird. Die Reaktion auf ein Arzneimittel ist dagegen nicht immer sanft.

Mit „Ähnlichkeit“ ist gemeint, dass das Arzneimittel ähnliche Symptome verursacht, wie die Krankheit, die das Tier gerade hat.

Nach der Arzneimittelgabe treffen 2 Kräfte aufeinander: die des Arzneimittels und die der körpereigenen Lebenskraft. Die Lebenskraft war bisher nicht in der Lage, gegen die Krankheit anzukämpfen (oder es wurde nicht zugelassen). Sie hat sich an den „Gegner“ gewöhnt. Sie nimmt ihn nicht mehr war.

Durch das Arzneimittel bekommt sie einen neuen Impuls. Der neue „Gegner“ (das Arzneimittel) ist dem alten sehr ähnlich, sieht aber doch ein wenig anders aus und plötzlich reagiert die Lebenskraft wieder.

Man kann sich das bildlich folgendermaßen vorstellen: Jeden Tag geht man mit seinem Hund oder seinem Pferd denselben Weg entlang. Beim ersten Mal war dieser Weg noch unbekannt und aufregend, aber jetzt hat sich das Tier daran gewöhnt. Der Weg sieht immer gleich aus. Dann wird plötzlich ein Baum gefällt. Der Weg ist immer noch der gleiche, aber der fehlende Baum verändert das Bild. Und plötzlich wird der „gefährliche“ Baumstumpf verbellt oder das Pferd reagiert völlig panisch mit Flucht.

Eine homöopathische Behandlung erfordert vor allem eine genaue Fallaufnahme (Anamnese) und einen gut beobachtenden Tierhalter. Es werden nicht nur aktuelle Symptome betrachtet, sondern auch die vergangene Krankengeschichte des Tieres spielt eine wichtige Rolle.

Darum kann ein Erstgespräch auch 1-2 Stunden dauern.

Mit Homöopathie lassen sich akute und chronische Erkrankungen behandeln. Sie kann, sofern erforderlich, sehr gut auch begleitend zur schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden. Die Tiere können häufig in Ihrem Allgemeinbefinden und ihrer Lebensfreude stabilisiert werden.

Akupunktur

Bild: FNT

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Behandlung mit den Nadeln lassen sich die Tiere erstaunlich gut gefallen. Am besten lassen sich akute Erkrankungen beeinflussen. Chronische Erkrankungen müssen über einen längeren Zeitraum behandelt werden. In beiden Fällen sind oft mehrere Sitzungen nötig, um einen Behandlungserfolg zu erzielen.

Blutegelbehandlung

Blutegel haben sich bewährt bei allen entzündlichen Gelenkerkrankungen. Mit ihrem Speichel geben Sie Wirkstoffe ab, die entzündungs- und blutgerinnungshemmend wirken. Das ebenfalls darin enthaltene Enzym Hyaluronidase macht das Gewebe durchlässiger, so dass die Speichelinhaltsstoffe leichter an das Entzündungsgeschehen gelangen können.

Bild: FNT

"Zelltrümmer" können leichter abtransportiert werden, gleichzeitig wird das betroffene Gebiet wieder besser mit Sauerstoff versorgt. Die Schmerzen lassen schnell nach und den Tieren geht es bereits nach 2-3 Tagen sichtlich besser. Die positive Wirkung kann je nach Krankheitsstadium wochen- bis monatelang anhalten und stellt eine gute Alternative zu herkömmlichen Schmerzmitteln dar.

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© 2004 – 2019 Sabine Löwy, Tierheilpraktikerin | realization: identity projects – webdesign for you